3. OHMS-Forum: Erfahrungsaustausch unter Hygiene-Experten

Veranstaltung schilderte Vorteile elektronischer Monitoring-Systeme für Feedback zur Handhygiene

Das dritte OHMS-Forum lockte wie in den vergangenen Jahren zahlreiche Experten aus der Krankenhaushygiene und Mikrobiologie nach Issum an den Niederrhein. Das am 7. Juni veranstaltete Forum fand unter dem Motto „Händehygiene-Feedback zur Steigerung der Compliance: Mehrwert eines elektronischen Monitoring-Systems“ statt.
Namhafte Referenten beschrieben mit praxisorientierten Vorträgen ihre Erfahrungen zum Fokusthema. Das Schulungszentrum für Handhygiene - der Compliance Campus - lieferte für die Veranstaltung die passenden Rahmenbedingungen.

Zum Hintergrund: Im Rahmen multimodaler Interventionsprogramme zur Verbesserung der Händehygiene nimmt die permanente Rückmeldung der Compliance an das Krankenhauspersonal eine immer wichtigere Rolle ein. Zur Erhebung entsprechender Daten stellen elektronische Monitoring-Systeme ein nützliches Instrument dar.

Das OPHARDT Hygiene Monitoring System® (OHMS) ist mit über 25 Millionen gemessenen Händedesinfektionen seit Markteinführung im Jahr 2011 europaweit führend im Bereich Händehygiene-Monitoring.

Spannende Fachvorträge zur Händehygiene

Zum Auftakt der Veranstaltung stellte Prof. Dr. Andreas Voss, Facharzt für Klinische Mikrobiologie am Canisius-Wilhelma Krankenhaus und Professor für Infektionsprävention an der Radboud Universität Nimwegen, den gegenwärtigen Zustand der Händehygiene im klinischen Alltag dar und präsentierte vielfältige Lösungsansätze zur Verbesserung der Compliance. In seinem Fazit verwies er unter anderem auf die Vorteile von visuellem Feedback zur Handhygiene.

Die permanente Verfügbarkeit von validen Daten zum Händehygieneverhalten ist von zentraler Bedeutung für eine zeitnahe Rückmeldung an das Krankenhauspersonal, so Dr. Clemens Hoffmann, Oberarzt der interdisziplinären internistischen Intensivstation an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Im Rahmen seines Vortrages präsentierte er seine Erfahrungen mit dem OHMS auf einer Intensivstation der Charité.

Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin und Vorsitzender der Hygienekommission am Franziskus Hospital Bielefeld, verdeutlichte in seinem Vortrag den Nutzen des OHMS als zuverlässige Datenbasis zur Erfolgsmessung von Interventionsmaßnahmen.

Klinische Untersuchungen zur Verbesserung der Compliance

Welchen Nutzen hat die Einführung eines Händehygiene-Feedback-Monitors auf einer Krankenhausstation? Diese Frage beantwortete Hans Eberhardt, Pflegerische Leitung der Infektiologie am Klinikum Heidenheim, im Rahmen seiner Präsentation. Eine kontinuierliche und visuelle Rückmeldung der Compliance - mithilfe von OHMS - führt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Händehygiene, so Eberhardts Erkenntnisse aus einer durchgeführten Untersuchung am Klinikum Heidenheim.
Zum Abschluss stellte Dr. Nina Stock, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Hygiene und Mikrobiologie an der Universität Würzburg, ihre geplante Studie mit dem OHMS in einem Operationsbereich der Universitätsklinik Würzburg vor. Hauptfrage der Studie: Werden manuelle oder berührungsfreie Desinfektionsmittelspender häufiger vom Personal genutzt? Daraus sollen in Zukunft unter anderem Beschaffungsentscheidungen abgeleitet werden. Das OHMS erlaubt eine exakte und zuverlässige Aussage zu dem Gegenstand der Studie, so Stocks Begründung über die Einführung des Systems.

Rundgang durch das „Mini-Krankenhaus“

Im Anschluss an die Vorträge sowie in den Pausen hatten die Teilnehmer ausgiebig Gelegenheit, sich untereinander und mit den Referenten auszutauschen und entspannt zu „netzwerken“. Eine Führung durch den Compliance Campus rundete die Veranstaltung ab und zeigte den Teilnehmern weitere praxisorientierte Innovationen und Systeme zur nachhaltigen Handhygiene.

Für das kommende Jahr ist die vierte Auflage des OHMS-Forums geplant.

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